CABARET


Musical von Joe Masteroff und Fred Ebb
Musik von John Kander


PREMIERE
11. Februar 2018 I 19.00 Uhr
Große Bühne

Willkommen, bienvenue, welcome!
So begrüßt der Conferencier des Kit-Kat- Klubs im Berlin der ausgehenden 20er Jahre allabendlich die Gäste. Die Attraktion des Programms ist Sally Bowles, die allerdings nicht mehr lange hier bleiben wird, denn, so ist sie überzeugt, ihre Entdeckung und die darauf folgende Karriere als Showgirl werden nicht mehr lange auf sich warten lassen. Der junge amerikanische Schriftsteller Cliff Bradshaw, der auf der Suche nach Inspiration für seinen neuen Roman nach Berlin gekommen ist, verliebt sich in Sally. Das Paar zieht zusammen und lebt jetzt gemeinsam in der Pension von Fräulein Schneider, die gutmütig alle Eigenheiten ihrer Mieter toleriert und versucht, sie gegen die rauher werdende Welt abzuschirmen. Auch der freundlich-schüchterne Obsthändler Herr Schultz, ein Jude, der seine Vermieterin mit exotischen Früchten umwirbt, gehört zu ihren Schützlingen. Doch die leise Liebe zwischen Fräulein Schneider und Herrn Schultz hat keine Chance, denn die tolerante, weltoffene Atmosphäre der Metropole Berlin ist bereits vergiftet. Die Nazis werden immer lauter und aggressiver; die Schlägertrupps der SA terrorisieren nicht nur Juden wie Herrn Schultz, auch in den Kit-Kat-Klub kommen sie immer öfter; betrunken, grölend und schlaglustig. Sally aber findet Politik uninteressant. „Life is a Cabaret“ – dieses Lied, das sie jeden Abend singt, ist zu ihrem Lebensmotto geworden. Als Cliff mit der schwangeren Sally weg will aus Berlin, trifft sie eine Entscheidung.

1929 kam der britische Schriftsteller Christopher Isherwood nach Berlin und war fasziniert von der brodelnden Atmosphäre der Stadt. Seine Tagebuchskizzen wurden unter dem Titel: „Goodbye to Berlin“ veröffentlicht und dienten als Vorlage für das Musical „Cabaret“, das 1966 am Broadway in New York uraufgeführt wurde. Die Verfilmung von 1972 mit Liza Minelli in der Rolle der Sally Bowles erhielt acht Oscars und machte die Schauspielerin und Sängerin zum Weltstar. Lieder wie „Maybe this time“, „Money makes the world go around“ oder „Bye-Bye, mein lieber Herr“ wurden zu Klassikern der Musicalgeschichte.