DIE LANDESBÜHNEN SACHSEN ZU GAST
TANGO PIAZZOLLA


Tanztheater von Carlos Matos
mit der Musik von Astor Piazzolla

Eine Produktion der
Landesbühnen Sachsen


PREMIERE
3. Dezember 2017 I 19.00 Uhr
Große Bühne

„Tango tanzen – das ist ein Ritual, ein beinahe religiöser Akt. Der Tangotänzer weiß, dass der Tango im Augenblick der Aufführung geboren wird, dass er während des Tanzes entsteht. Er beginnt in der Phantasie und gleitet hinunter in die Füße. Er verlangt nur Respekt vor dem Takt.“ So beschrieb der argentinische Autor León Benarós den faszinierenden Tanz, der sich im 19. Jahrhundert von Buenos Aires aus in der ganzen Welt verbreitet hat.
Den Tango hatte Astor Piazzolla seit frühester Kindheit im Blut. Der Begründer des „Tango Nuevo“ entwickelte den traditionellen argentinischen Tangotanz zu seiner aktuellen Form weiter. 1925 siedelten seine Eltern mit dem vierjährigen Sohn von Argentinien nach New York um. Hier lernte er, neben Klavier, seinem Vater zuliebe Bandoneon. 1937 kehrte die Familie nach Buenos Aires zurück, wo eine Aufführung des Tango-Ensembles von Elvino Vardaro zu einem Schlüsselerlebnis für Piazzolla wurde: Er erlebte erstmals eine neuartige Tango-Interpretation, die ihn begeisterte. Von nun an perfektionierte er sein Bandoneonspiel und der Tango – Tanz und Komposition – wurde sein Lebensinhalt.
Piazzollas Musik weiß, dass Tango eine Sehnsucht ist. Die Sehnsucht nach der entschwundenen Kindheit und Jugend, einer Straße, einem Stadtviertel oder aber die wehmütige Erinnerung an Freunde, an die Geliebte, die erste Umarmung, den ersten Kuss, den Geruch einer Kneipe. Tango ist auch die Musik der Träume, mit denen man als junger Mensch angetreten ist und die der unerfüllten Hoffnungen, mit denen man sich arrangieren muss, um dennoch glücklich zu sein.
In dem mitreißenden Tanzabend von Carlos Matos, dem Chefchoreographen der Landesbühnen Sachsen, begegnen sich Menschen mit zerbrochenen Träumen auf der Suche nach dem Glück – und sie begegnen der leidenschaftlichen Musik Astor Piazzollas.