Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Theaterbesucher!

 

 

Theater lebt von der Neugierde. Nur der lebt wirklich, der immer wieder neugierig ist auf fremdes Leben, auf die Meinungen und Ideen und Lebensgeschichten der Leute neben ihm, der sich wirklich interessiert für das, was dem anderen widerfahren ist – und das Theater ist der Raum dafür. Theater erzählt Lebensgeschichten in komprimierter Form, so hoch verdichtet, dass in jedem einzelnen Stück ganz viele Erlebnisse sind, und so, dass wir vielleicht unsere eigene Geschichte darin wiedererkennen können. Wenn uns jemand, der weit herumgekommen ist im Leben, einen Abend lang erzählt, wie es ihm ergangen ist, was er erlebt hat und gehofft und erlitten – und wir sitzen mit offenem Mund und großen Augen daneben und hören zu und freuen uns mit ihm und erschrecken mit ihm und leiden mit: Das ist Theater – und wenn wir dann herausgehen, haben wir noch die ganze Nacht davon zu erzählen und sind immer noch aufgeregt oder wütend oder zufrieden.
Das Theater ist das Haus der Neugierde. Und dann leiden wir mit und an Franz und Karl Moor und Lilli Vanessi und Fred Graham, mit Hund und Esel, Katz‘ und Hahn auf dem Weg nach Bremen, mit Agathe und Max und mit dem Mädchen, das nicht weiß, wie es in Kreuzberg zugeht. Und vielleicht lernen wir auch etwas – mit Mephisto über den falschen Umgang mit der Macht, mit einem jungen Liebespaar aus Venedig, wie man den unwilligen Vater überrumpelt und mit der Olsenbande über Fehler beim Bankeinbruch.
Dazu laden wir Sie ein, zu vielen spannenden Konzerten und zu aufregenden Extras. Das Ensemble des Eduard-von-Winterstein-Theaters und der Erzgebirgischen Philharmonie wünscht Ihnen eine spannende, eine durch und durch aufregende und neugierig machende Spielzeit.
Kommen Sie oft zu uns!

 

 

Ihr

Dr. Ingolf Huhn
Geschäftsführender Intendant