• Anatevka
ANATEVKA
 
 
Musical von Joseph Stein und Sheldon Harnick
Musik von Jerry Bock
 
 
WIEDERAUFNAHME
16. Oktober 2016 I 15.00 Uhr
Große Bühne
 
Anatevka ist eine kleine Stadt im vorrevolutionären Russland. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts sind die meisten jüdischen Bewohner fromme, hart arbeitende Handwerker. Ihr Dasein regelt sich nach den jahrhundertealten Gesetzen der Tradition. Was draußen in der Welt passiert, ist hier nicht wichtig. Tevje, der Milchmann, hat mit seiner Frau Golde fünf (!) Töchter im heiratsfähigen Alter. Täglich führt er unkonventionelle Zwiegespräche mit Gott, in denen er das Einerseits und Andererseits all seiner Probleme erörtert. Für Tevje beginnt das Leben schwierig zu werden, als seine Töchter sich eine nach der anderen in Männer verlieben, die nicht, wie es die Tradition vorschreibt, von Jente, der Heiratsvermittlerin ausgesucht worden sind: Tzeitel, die Älteste, will den armen Schneider Mottel heiraten, und nicht den reichen Fleischer Lazar Wolf, der zugegebenermaßen so alt ist, dass er ihr Vater sein könnte. Hodel, die Zweite, verliebt sich in den Studenten Perchik, der leider gefährlichen revolutionären Ideen anhängt. Und Chava gar, die Drittälteste, kann nicht mehr ohne Fedja leben, der zwar ein netter Kerl ist, aber ein Christ!
Die Juden in Anatevka leben wie Chagalls Fiedler auf dem Dach, der lächelnd am Abgrund balanciert, während er sein Lied spielt. Ihr friedliches Dasein wird immer häufiger in Pogromen angegriffen. Schließlich zwingt ein Evakuierungsbefehl des Zaren alle Juden der Stadt, das geliebte Anatevka für immer zu verlassen.

Das Musical „Anatevka“ wurde 1964 in New York uraufgeführt und war auf Anhieb ein Welterfolg. Tevjes musikalischer Seufzer: „Wenn ich einmal reich wär’“ wurde genauso zum Schlager wie die Titel „Jente, o Jente“, „Tradition“, das Sabbat-Gebet oder der Titelsong „Anatevka“.
 
 
 
 
 
 
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